Und die Momente, wenn man es schafft sein Ziele umzusetzen machen einen einfach unglaublich stolz. Darum lieben wir das Laufen.“ Wie Daniela ihre Leidenschaft zum Laufen fand, erzählt sie dir in diesem Beitrag. 

von Daniela

Ich heiße Daniela, bin 33 Jahre alt und komme aus der wunderschönen Stadt Hamburg. In diesem Beitrag erfährst du wie ich meinen Weg zum Laufen fand und meine erste Läufe beschritten habe. Im April 2019 fing ich an, mich mit dem Thema Laufen zu beschäftigen, denn das musste ich notgedrungen tun. Ich wollte im Juli 2019 meinen ersten Triathlon finishen und da gehört das Laufen wohl oder übel dazu – 5 Kilometer eine wirkliche Herausforderung für mich. Für die meisten sind 5 Kilometer nicht besonders viel, für mich aber ein absoluter Horror. 

Ich war nie eine gute Läuferin. Nach 2-3 Kilometern in einem wirklich langsamen Tempo, mit einer durchschnittlichen 7er Pace war für mich immer Schluss. „Ich bin einfach keine gute Läuferin“ oder „ich kann das einfach nicht“ waren meine Aussagen und ich schmiss meine Laufschuhe gefrustet in die Ecke. Eigentlich habe ich Ausdauersport schon immer gehasst. Klar geht man ins Fitnessstudio, ein bisschen auf den Stepper und ein Krafttraining für die typischen Problemzonen „Bauch, Beine und Po“. 

 

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So ging es dann also los, im April 2019. Beginn meiner „Laufkarriere“ mit einem 30-minütigen lockeren Dauerlauf – das war schon wirklich hart. 30 Minuten langweilig durch die Gegend laufen und dabei nicht versuchen umzufallen . Bei meiner nächsten Einheit musste ich dann schon 45 Minuten laufen, am Stück! Mit jeder Einheit lief es einfach immer besser. Mit ein paar Intervalleinheiten wird man auf Dauer schneller, es wird für den Körper weniger anstrengend und man kann das Laufen immer mehr genießen. 

Meinen Triathlon habe ich dann auch geschafft. Die 5 Lauf-Kilometer habe ich in einer Zeit von 30:02 Minuten gefinshed, damit war ich mehr als zufrieden . 

Danach gehörte das Laufen einfach zu meinem Leben dazu. Immer häufiger schnürte ich meine Laufschuhe anstatt mich aufs Rad zu setzen oder ins Fitnessstudio zu gehen. Mein nächstes großes Ziel war dann mein erster Halbmarathon auf den ich hin trainierte. 

Meine Premiere war eigentlich für den Haspa Marathon am 19.04.2020 geplant. Für mich als Wahlhamburgerin die perfekte Veranstaltung durch diese wunderschöne Stadt. Leider mussten wir alle sehr früh einsehen, dass wir dieses Jahr nicht starten können. Zuerst war ich gefrustet und stellte mein Training ein. Zumal ich die letzten Monate in der Winterzeit eh nicht häufig laufen war. Ich geh nicht mehr gern aufs Laufband, auch das hat sich total geändert. Zuerst fand ich das Laufen draußen auf der Straße langweilig (ohne Serien gucken ). Mittlerweile gehe ich einfach immer draußen laufen: bei Wind, Minusgraden und Regen.

So ohne Ziel macht das ja alles keinen Sinn und ob dieses Jahr überhaupt Veranstaltungen stattfinden ist mehr als fraglich. Dann wurde ich jedoch auf eine Veranstaltung auf Instagram aufmerksam „1st Virtual Marathon“. Kurzerhand habe ich mich dann doch noch für einen Halbmarathon angemeldet mit dem Ziel, am 19.04.2020 zu laufen. Ganz allein und nur für mich. Ohne Zuschauer, Mitläufer und ohne Racefeeling. 

Und ja, ich habe es durchgezogen und meine Uhr bei 21,1 Kilometern in einer Zeit von 02:12:05 gestoppt. Es war hart und unglaublich anstrengend.  Aber ich bin stolz, da ich es bis vor einem Jahr nicht für möglich gehalten hätte jemals einen Halbmarathon zu laufen.

Ich glaube das ist auch eine Motivation vieler Läufer. Wirklich jeder kann laufen, es braucht nicht viel – keine teure Ausrüstung – man kann einfach überall und zu jeder Zeit laufen und man wird Stück für Stück besser. Und die Momente, wenn man es schafft sein Ziele umzusetzen machen einen einfach unglaublich stolz. Darum lieben wir das Laufen.

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